Autor: Admin

Klimaschutz in Bochum

Im Jahr 1992 haben sich die Vereinten Nationen auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro auf die Klimarahmenkonvention verständigt. Das Aktionsprogramm Agenda 21 wurde ins Leben gerufen. Auch wurden auf diesem wegweisenden Gipfel die globalen Nachhaltigkeitsziele erstmals definiert. Ab diesem Zeitpunkt veranstalten die Vereinten Nationen jährlich eine internationale Klimakonferenz. Im Jahr darauf trat die Stadt Bochum dem Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder bei. Diese erste Selbstverpflichtung der Stadt Bochum zur
grundsätzlichen Reduktion des eigenen CO2-Ausstoßes markiert den Beginn des kommunalen Klimaschutzes in Bochum.

In einem Inputpapier für die grüne Ratsfraktion fasst Ratsmitglied Pewny seine Sicht auf den aktuellen Stand des Bochumer Klimaschutzes zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Aktivitäten der Stadt.

Pewny kritisiert Verwaltung wegen Bauprojekt an der Paulstraße

Auf dem Grundstück Paulstraße 10 – 16 an der Grenze zwischen Wiemelhausen und Altenbochum sollen neue Wohnungen im Umfang von knapp 100 Wohneinheiten entstehen. Die Fläche ist im Wohnbauflächenprogramm 2018 noch als mittelfristiges Projekt mit dem Erfordernis für einen Bebauungsplan projektiert worden, der von der Politik abgesegnet hätte werden müssen. Nun plant die Stadtverwaltung das Projekt jedoch ohne den Rat und seine Gremien einzubeziehen.

Dazu Sebastian Pewny, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Bochum: „Es kann nicht sein, dass die Verwaltung es bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht für notwendig hält die politischen Gremien einzubinden. In einem Bebauungsplan hätten wir festlegen können, wo welche Bäume erhalten bleiben sollen, ob Schottergärten erlaubt oder Gründächer verpflichtend sind. Diese Möglichkeit haben wir mit der Bebauung nach §34 des Baugesetzbuches, wie sie nun geplant ist, nicht mehr“, ärgert sich Pewny. „Normalerweise schreiben wir vor, dass ein Investor auf einer Fläche die Quote von mindestens 20% öffentlich gefördertem Wohnungsbau einhält. Da auch in Bochum der bezahlbare Wohnraum zunehmend knapp wird, ist es besonders ärgerlich, dass auch dieser Beschluss hier nun nicht greift“, ergänzt Barbara Jessel, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Mit einer Anfrage im Rat wollen die Grünen der Sache auf den Grund gehen. Künftig muss es gelingen bei der Entwicklung von Flächen zwischen Verwaltung und Politik Lösungen zu finden, die der sozial-ökologischen Entwicklung unserer Stadt gerecht werden.

Jessel und Pewny führen die Ratsfraktion, Demir als Bürgermeisterin nominiert

Die neugewählte 19köpfige Grüne Ratsfraktion hat sich gestern auf ihrer ersten Sitzung konstituiert. Die neue Doppelspitze bilden jetzt Barbara Jessel (65), Pädagogin aus dem Ehrenfeld und Sebastian Pewny (28), Geowissenschaftler aus Wattenscheid. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Ayse Balyemez (46), Sozialarbeiterin aus Hofstede, und Raphael Dittert (29), Politikwissenschaftler aus Harpen, gewählt.
Für das Amt der ehrenamtlichen Bürgermeisterin nominieren die Grünen Züleyha Demir. Die 53jährige Architektin, die bei der Stadt Gelsenkirchen arbeitet, ist bereits seit 1999 Ratsmitglied und hat sich als Sportpolitikerin profiliert.

„Wir stellen jetzt die größte Grüne Fraktion, die es in Bochum bisher gegeben hat. Besonders freue ich mich, dass wir sehr breit aufgestellt sind. In unserer Fraktion finden sich unterschiedliche Generationen sowie vielfältige fachliche und persönliche Hintergründe wieder“, erklärt Barbara Jessel. „Mit diesem Team werden wir die vielen Ziele, die wir uns gesteckt haben, um Bochum ökologisch und sozial voranzubringen, gestärkt angehen“, ergänzt Sebastian Pewny.

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